Newsletter optimieren in 11 Schritten.

E-Mail-Marketing ist für viele Unternehmen unverzichtbar. Denn es ermöglicht den digitalen Dialog mit Kunden. Sie möchten den Kanal intensiver nutzen und Ihren Newsletter optimieren? Dann haben wir ein paar interessante Tipps für Sie.

1. Entfernen Sie ungültige Adressen!

Falls Sie kein automatisches Bounce Management haben, entfernen Sie manuell ungültige Adressen. Am besten bereits nach dem zweiten oder dritten erfolglosen Zustellversuch. Ungültige Adressen ruinieren Ihre Domain Reputation nachhaltig. Denn Mailserver der Empfänger mögen keine ungültigen Adressen und blockieren auffällige Versender. Datenhygiene ist das A und O im E-Mail-Marketing.

2. Ermittlen Sie inaktive Kontakte!

Ist Ihre Liste voll mit Kontakten, die über einen längeren Zeitraum hinweg keinen einzigen Newsletter geöffnet oder geklickt haben? Dann ermittlen Sie diese “inaktiven Kontakte”, um sie zu einem späteren Zeitpunkt mit einer mehrstufigen Reaktivierungs-Kampagne gezielt anzusprechen und zu “re-engagen”. Mit Glück können Sie wenigstens einen Teil dieser Kontakte reaktivieren. Zum Beispiel mit persönlichen Nachfass-E-Mails, Umfragen, Gewinnspielen oder Gutscheinen. Je Kampagne sollten maximal 20% der Kontakte inaktiv sein.

Inaktive Abonnenten
Quelle: act-on

3. Segmentieren Sie Ihre Abonnenten-Liste!

Je homogener die Struktur der Empfängerschaft ist, desto besser lässt sie sich mit ein und derselben E-Mail ansprechen. Teilen Sie deshalb Ihre Listen bei Bedarf in sinnvolle Segmente auf; zum Beispiel in End- oder Geschäftskunden, Nicht- und Bestandskunden etc. Noch besser sind Segmentierungen entlang der gesamten Customer Journey.

4. Konzipieren Sie Newsletter für jede Zielgruppe!

Planen Sie Newsletter-Inhalte für jede einzelne Zielgruppe und Phase entlang der Buyer Journey! Ein Redaktionsplan sollte stets mindestens die folgenden 4 Wochen bzw. zwei bis drei Ausgaben abbilden. Achten Sie darauf, dass Abonnenten nicht mit zu viel bzw. irrelevanten Content überfordert werden. Perfekt ist es, wenn Sie Redaktionspläne auf Basis einer Content-Marketing-Strategie einsetzt.

Bonus-Tipp

Rund 37 % aller User nutzen den Dark Mode an ihren Endgeräten (Quelle: rabbit emarketing 2021). Checken Sie Ihre E-Mail-Templates regelmäßig auch im Dark Mode, um böse Überraschungen zu vermeiden.

5. Generieren Sie wertvolle Daten!

Erlauben Sie Abonnenten die Auswahl präferierter Themen! Oder stellen sie ein paar Fragen. Am besten direkt bei der Anmeldung; aber mit der Möglichkeit, die Einstellungen jederzeit wieder ändern zu können. Auf diese Weise generieren Sie wertvolle Zero-Party-Daten, die Ihnen bei der Zuordnung zu einem Kundensegment hilft.

personalisierte Newsletter

6. Bieten Sie Mehrwert!

Setzen Sie nicht allein auf Reklame, sondern nutze auch die Vorzüge von Content-Marketing: Tipps zur Produktanwendung, Fallbeispiele, Checklisten, Unterhaltung (Humor, Quiz, Gewinnspiel) geben Ihrem Newsletter die gewisse Würze. Auch Social Content (z. B. Feedback-Kommentare aus dem Corporate Blog) ist eine tolle Möglichkeit, Newsletter mit Leben zu füllen.

Content-Formate

7. Ermöglichen Sie einfaches An- und Abmelden!

Achten Sie auf ein komfortables Anmeldeformular, in welchem möglichst allein die E-Mail-Adresse abgefragt wird. Jedes weitere Feld wird die Konversionsrate spürbar verringern.

Das Abmelden sollte mit maximal zwei Klicks direkt aus dem Newsletter heraus möglich sein. Es ist ein No-go, wenn Abonnenten zum Abmelden eine E-Mail abschicken oder gar lästige Formulare ausfüllen müssen.

8. Versenden Sie Willkommens-E-Mails!

Zum Zeitpunkt der Anmeldung ist das Interesse und Engagement des neuen Abonnenten naturgemäß hoch. Nutzen Sie die Gelegenheit und tue alles, um positiv aufzufallen. Eine Willkommens-E-Mail sorgt dafür, dass sich Ihre Marke im Bewusstsein des potenziellen Kunden verankert. Vor allem dann, wenn diese Willkommens-E-Mail besonders interessante oder wertvolle Inhalte präsentiert (z.B. einen Gutschein).

Newsletter Benchmarks
Quelle: Smart In sights

Bonus-Tipp

Vermeiden Sie unbedingt den Einsatz von Dateianhängen. Vielen Spam- und Virenfilter reagieren allergisch auf E-Mails mit angehängten Dateien – ganz gleich, welches Format.Wenn Sie unbedingt Dateien ausliefern möchten, hosten Sie diese auf einem Server und verlinke sie innerhalb der E-Mail. Vorteil für Sie: Es lässt sich tracken, wie oft Empfänger auf einzelne Dateien zugegriffen haben. Auch können Sie die Dateien noch nachträglich austauschen.

9. Verwenden Sie professionelle Newsletter-Templates!

Die Programmierung eines professionellen Newsletter-Templates ist nicht trivial, denn es gibt Dutzende verschiedene E-Mail-Programme, Webmailer und Betriebssysteme – und Darstellungsprobleme können äußerst peinlich sein. Greifen Sie daher auf optimierte Templates zurück und testen jeden Newsletter vor den Versand ausgiebig.

Ganz wichtig ist die Darstellung in mobilen Endgeräten und im Darkmode. Viele ältere Templates machen hier gar keine gute Figur. Im Zweifel ist eine Mobile-Only-Template immer die beste Wahl.

10. Kümmern Sie sich um eine hohe Zustellbarkeit!

Auch abonnierte Newsletter landen sehr oft im Spamordner. Der Anteil liegt zwischen 10 % und 25 %. Nutzten Sie daher unbedingt die Dienste eines seriösen Mail Service Providers und beherzige alles, was die Zustellbarkeit verbessert.

Zustellbarkeit Newsletter

Aber damit ist es noch lange nicht getan. Es gibt unzählige Maßnahmen, welche die Zustellbarkeit verbessern können- Zum Beipspiel Authentifizierungsverfahren wie SPF, DKIM und DMARC. 

11. Prüfen Sie den Erfolg jeder einzelnen Maßnahme!

Beobachten Sie nach jeder Änderung Ihre Öffnungs-, Klick- und Konversionsraten. Prüfe vor allem, welche Inhalte und Zeitpunkte besonders gut performen. Das hilft Ihnen bei der zukünftigen Content- und Versand-Planung.

Newsletter KPIs

Fazit

E-Mail-Marketing ist ein wichtiger Wegbegleiter für die Kundenkommunikation. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Newsletter zu optimieren und Ihren Kampagnen Schlagkraft zu verpassen.
Frank Rix
Gründer von dialogue1

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