Der richtige Umgang mit Newsletter-Abmeldungen.

Letztes Update: 22. Februar 2024

Eine Newsletter-Abmeldung ist quasi das Gegenteil einer Conversion und allein deshalb etwas ärgerlich. Doch Abmeldungen haben auch etwas Positives. Und mit etwas Glück ist Ihr Abonnent von gestern der treue Kunde von morgen …

Was ist eine Newsletter-Abmeldung?

Gemäß DSGVO dürfen Empfänger werblicher E-Mails ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Und zwar bequem und ohne unnötige Hürden. Das sorgt ganz beiläufig für Kundenzufriedenheit, Vertrauen und für Datenhygiene. Allesamt wichtige Faktoren für nachhaltiges Wachstum.

Dennoch nehmen nicht alle Versender das Thema ernst. Wir zeigen Ihnen, was es im Umgang mit Newsletter-Abmeldungen zu berücksichtigen gilt.

Verbreitete Techniken für Abmeldungen im E-Mail-Marketing

  1. Ein-Klick-Abmeldung: Der Abonnent braucht nur einen einzigen Hyperlink innerhalb der E-Mail klicken und ist dann sofort abgemeldet. Vorteil: Komfort; Nachteil: Gefahr von versehentlichen Abmeldungen bzw. Bot-Abmeldungen
  2. Zwei-Klick-Abmeldung: Wie #1, jedoch muss der Abonnent auf der Landingpage bzw. in einer weiteren E-Mail seine Abmeldung zusätzlich bestätigen. Vorteil: Zuverlässigkeit; Nachteil: Ggf. missverständlich
  3. Abmeldung per Formular: Der Abonnent muss ein Formular mit seiner E-Mail-Adresse ausfüllen. Vorteil: Zugriff auf Formular (auf der Website des Anbieters) jederzeit verfügbar; Nachteil: Nicht sehr komfortabel; versehentliche Abmeldungen
  4. Abmeldung per E-Mail: Der Abonnent erbittet Abmeldung per E-Mail an den Versender. Vorteil: keinen; Nachteil: Unzuverlässig, unkomfortabel

Best Practice sind die beiden ersten Prozesse. Ergänzt werden sie häufig von der Möglichkeit, sich direkt über den Webmail-Dienst (z. B. Gmail) abzumelden. Das schafft Komfort, Transparenz und verhindert Zustellprobleme. Dazu wird im Header der E-Mail das sogenannte list-unsubscribe Attribut mit einem personalisierten Link versehen. Die Umsetzung erfolgt normalerweise über den ESP.

Warum melden sich User überhaupt ab?

Wenn sich ein Abonnent abmeldet, liegt das im Kern an einer Sache: Die E-Mails sind langweilig bzw. erfüllen nicht die Erwartungen des Abonnenten. In 90 % aller Fälle ist das an Zeichen dafür, dass E-Mails zu viel Werbung und zu wenig nützlichen Content liefern. Denn Sie dürfen nicht vergessen: Ein Kunde hat nicht immer Bedarf an der angeboteten Leistung. Schon gar nicht, nachdem er gerade gekauft hat. 

Wenn dann auch noch die Versandfrequenz hoch ist und sich der Abonnent sich über ein überfülltes Postfach ärgert, fliegt man schnell raus. 

Gründe für Newsletter-Abmeldungen

Der richtige Umgang mit Newsletter-Abmeldungen

Machen Sie sich klar: Jetzt haben Sie die vielleicht die letzte Chance, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Ein Abmelder verlässt nun zwar Ihren Newsletter-Verteiler – bleibt aber als potenzieller Kunde oder gar als Influencer erhalten.

Deshalb gilt: Gestalten Sie Ihren Newsletter-Abmeldeprozess so benutzerfreundlich wie möglich.

  • Äußern sie Ihr Bedauern, anstatt Ihre kalte Schulter zu zeigen!
  • Sagen Sie dem Abmelder, weshalb es sich lohnt, weiter in Kontakt zu bleiben!
  • Gehe mit Abmeldern höflich und respektvoll um. Das bedeutet auch, unnötige Hürden im Abmeldeprozess zu vermeiden. So bleiben Sie bzw. die Marke wenigstens in guter Erinnerung.
  • Nenne Sie dem Abmelder alternative Kanäle; z. B. soziale Netzwerke, Push Notifications oder Whatsapp.
  • Fragen Sie aufrichtig nach den Gründen der Abmeldung – aber erlaube bequemes Antworten. Ein Klick muss genügen.
  • Betrachten Sie Abmeldungen als einen Indikator für Engagement und Anreiz, relevantere E-Mails zu versenden. Und als einen Beitrag zur Datenhygiene. 

Positive Beispiele aus der Praxis

Fazit

Zum einen muss die Abmeldung aus einem Newsletter bequem sein. Maximal zwei Klicks sollten nötig sein. Auf der anderen Seite lohnt es sich, dem User ein positives Gefühl zu vermitteln. Schließlich sieht man sich im Leben immer zweimal.
Frank Rix
Gründer von dialogue1

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